Kinder, Kinder

Es ist nicht einfach, Mutter zu sein.
Nirgendwo muss man flexibler sein, oder hat ein volatileres Gegenüber.
Kinder sind anspruchsvolle Gesprächspartner – jedes Wort muss überlegt sein, damit das Kind versteht was man ihm sagen möchte, jedes Konzept muss in einfache Worte gepackt werden, Gefühlsäusserungen in Stimme oder Mimik beherrscht. Ein Kind hinterfragt alles (ausser man erlaubt etwas) mehrfach, Geduld ist angesagt.
Aufmerksamkeit wird jederzeit eingefordert, jede einzelne Minute Privatsphäre (auch der notwendige Toilettengang) muss mühsam erkämpft werden.

Dennoch: ist die Prinzessin dann um 21 Uhr endlich im Bett, bin ich zwar froh dass das Mundwerk still steht, aber ich möchte es nicht missen.
Wie oft kann ich herzhaft über die Kinderweisheiten des Mäuseherz' lachen, über das naseweise "Das ist schon ok" wenn etwas auf dem Tisch verschmiert wird, das fröhliche Quietschen beim Tollen im Schnee…
Herzschmerz wenn die Prinzessin "Aua" hat, Glück wenn sie sich mit den Worten "Kuscheln" oder "Mama, ich hab dich lieb" an mich schmiegt, Sorge bei Fieber, Zufriedenheit bei dem offensichtlichen Stolz in ihren Augen, wenn ein schweres Satzkonstrukt verständlich bei mir ankam, und all die weiteren kleinen feinen Gefühle die das Mäuseherz in mir weckt.

Mutter sein ist der anstrengendste, fordernste Job den ich bisher hatte – aber auch der schönste, mit Zufriedenheitsgarantie.

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