Archive for Januar 2010

Deal

30. Januar 2010

Badezeit.


Das Mäuseherz planscht fröhlich mit Fred in der Badewanne, während ich heroisch (und mit einem epic fail) auf der anderen Seite der Badewanne versuche nicht nass zu werden. Das Ende der Baderei naht.

Mama: So, jetzt hast du noch ein paar Minuten, und dann wird geduscht.
Mäuseherz, jammernd: Naain!
Mama: Keine Angst, wir waschen die Haare nicht, nur duschen.

Daraufhin greift die Prinzessin nach meiner Hand, hält sie irgendwie…komisch und sieht mich ernst an:
Abemacht!

Vertragsverhandlungen 101

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Schnipselzeit

29. Januar 2010


…Bouldern macht einen Heidenspass, aber macht Aua. Mächtig. Jetzt zwei Tage später fühlt sich mein Rücken an als hätte man mir Kiesel in die Muskulatur genäht

… Klettern lässt sich am besten mit eigens dafür hergestellten und gekauften Schuhe. Diese sollte man, hat man vor klettern zu gehen, auch mitnehmen. Gnaaaa – 30 Minuten Autofahrt für um-ein-sonst

… es schneit, und schneit und schneit immer noch. Schön. So soll Winter sein. Vor allem wenn man 5 Tage später ins Skigebiet fahren möchte. Hrhrhr

… aber: Schlittenfahren macht nur auf der Schlittelpiste Spass, nicht auf der Strasse im Auto

… Autokaufen ist nervig. Immer diese Entscheidungen

… Merke: Ein Kind hat keinen Hunger, auch wenn es Hunger hat. Aber Nudeln passen immer, nech?

… meine Zeit in Deppenhausen in meinem jetzigen Job geht zu Ende. Ich weiss noch nicht wann und wie genau, aber dass, das weiss ich. Lieben Dank an meinen Mann, Jinlys und meiner Psychotante dafür
… 

    Hasenbad

    29. Januar 2010

    Ich hole das Mäuseherz von der Krippe ab. In ihrem Fach, in dem Kuscheltier und Nuggi normalerweise zuunterst liegen, liegt eine grosse Tüte, aber kein Hase. Ich halte die Tüte in die Hand und will schon fragen ob nicht genügend Platz in der Windel gewesen sei, als ich einen amüsierten, wenn auch seltsamen Blick einfange.
    Daraufhin sehe ich mir den Inhalt der (durchsichtigen) Tüte genauer an – siehe da, darin findet sich auch das Kuscheltier.


    Ich wende mich an eine der Betreuerinnen.
    Mama: Was ist denn mit dem Hasen?
    Betreuerin, mit einem vergnügten Aufblitzen in den Augen: Der ist nass.
    Mama: Warum denn das?
    Betreuerin zum Mäuseherz: Erzähl doch mal dem Mami warum der Hase nass ist.
    Die Prinzessin strahlt mich an: Hab ich Pischi raufmacht!
    Ein erneuter, diesmal deutlich ratloserer Blick meinerseits zur Betreuerin.
    Mama: Ääääh… warum denn das?
    Mäuseherz, etwas verlegen: War naggich.
    Die Betreuerin kann sich das Grinsen kaum verkneifen: Die Prinzessin hatte sich während des Mittagsschlafes (sic!) ausgezogen. Ob sie anschliessend einschlief oder aus Protest

    – das ganze Bett, sich selbst und den Hasen –

    vollgepischerte, konnte sie mir allerdings auch nicht erklären. Jedenfalls nahm sie es mit Humor. So wie ich im übrigen.

    Und was lernen wir daraus? Wenn sich das Mäuseherz auszieht, muss man den Hasen waschen.

    Sie versprach mir allerdings auch ganz schnell, das zuhause nicht zu wiederholen. 
    (Wunderbar mein Schätzchen, ich erinnere dich dann morgen früh daran, ja?)

    Diskussion

    26. Januar 2010

    Der Ärger über Chef und Job vereinnahmt mich total. Selbst zuhause, beim Einschlafen, nach dem Aufstehen, beim Kaffeetrinken – ich ärgere mich.
    Ich bin mir nur nicht sicher worüber ich mich nun genau ärgere – über das absolut unterirdische persönliche und professionelle Verhalten meines Chefs, seinen Kontrollwahn, sein Unvermögen Kompetenzen zu übergeben, seine Unhöflichkeit – oder doch über mich selbst, meine Inkonsequenz das ganze einfach hinzuwerfen?
    Erst neulich habe ich mich dabei ertappt, wie ich mir vorstellte wie es wäre Vollzeit-Mama zu sein.

    Ich.

    Ein eindeutiges Zeichen dass ich nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Situation bin. Ich mache mir zunehmend Vorwürfe, dass ich meine Zeit in dieser Bude vergeude, die ich tatsächlich viel besser mit meiner Tochter verbringen könnte.
    Aber anstatt für sie ein hübsches Karnevalskostüm zu nähen, sitze ich in diesem Loch an einem wackligen Schreibtisch und mache Arbeiten von denen ich weiss, dass ich sie in kurzer Zeit sowieso vollkommen überarbeiten muss weil wieder einmal alles geändert hat.
    Anstatt mit ihr zu spielen, zu kochen, zu malen und ihr vorzulesen lasse ich mir erzählen dass ich nicht genug Einsatz bringe weil ich ja nur meine 80% arbeite (für die ich übrigens auch kein besonders grossartiges Gehalt bekomme).

    Und warum mache ich das ganze?
    Weil ich weiss dass ich zuhause über kurz oder lang unglücklich werde. Weil ich gerne arbeite und den (zugegebener Massen aktuell sehr geringen) intellektuellen Anspruch brauche. Weil es schwer ist einen neuen Job zu finden, und ich mich nicht selbst durch eine Kündigung in die Arbeitslosigkeit manövrieren will. Und weil ich nicht vor so einem Vollpfosten kapitulieren will. Und das wäre es. Eine Kündigung käme einer Kapitulation gleich.

    Und ganz egal wie sehr ich meine Tochter liebe, sie mein Leben
    bereichert und es vollständig macht – nur Muttersein erfüllt mich nicht. Ich würde unglücklich werden, zur Glucke mutieren und Fred, dem Mäuseherz und vor allem mir selbst tierisch auf die Nerven gehen.

    Deshalb bin ich immer noch hier. Aber ist es die richtige Entscheidung?

    Winterzeit

    26. Januar 2010

    … und es schneit, und schneit, und schneit….

    Schön!

    Jetzt muss nur auch in den Bergen schneien, wenn möglich bis
    Montag/Dienstag nächste Woche, und dann brav bei strahlendem
    Sonnenschein liegen bleiben.

    Ich finde, meine Wünsche sind noch recht bescheiden, oder?

    Klettermaxe III

    24. Januar 2010
     

    Ui!

    23. Januar 2010

    Ganz lieben Dank an Jinlys für den Sweet Friends Award!

    Preise bekommt man nicht alle Tage, und wenn man ihn von lieben Freunden bekommt ist das noch viel toller!
    Ich halte mich natürlich auch an die Regeln – Zehn Dinge soll man nennen, die einen glücklich machen, und den Award dann an weitere zehn Personen senden.
    Gut. Was macht mich glücklich?
    • das Mäuseherz – lässt mich jeden Tag aufs neue staunen
    • Fred – Mann und bester Freund seit bald 13 Jahren
    • dass es uns gut geht
    • dass ich mich überwunden habe zur Therapie zu gehen, und ich mich seither viel… leichter fühle
    • dass ich einen Sport gefunden habe der mir so richtig Spass macht
    • dass ich mich eventuell auf ein zweites Kind freuen könnte
    • dass ich so viele gute Freunde habe, die es schaffen mit mir Kontakt zu halten obwohl ich selbst fürchterlich lausig darin bin
    • dass eine alte und gute Freundin endlich in die Schweiz kommt. Also irgendwann. Vermutlich.
    • dass ebendiese endlich einen Mann fürs Leben gefunden hat, mit dem sie glücklich ist

    So. Da ich selbst noch nicht so lange blogge, und auch nicht so viele Blogger bzw. Blogs kenne, wird das mit dem weiter reichen an 10 Leute etwas schwierig. Ich fange einfach mal an.

    Jinlys ist eine gute und liebe Freundin die ich unter genau diesem Namen kennen gelernt habe. Wegen ihr habe ich das Bloglesen und folgend das bloggen angefangen. Es ist einfach schön, wenn man sich nicht oft sehen kann, auf diese Weise am Leben des anderen teilhaben zu dürfen.

    Darkamber ist eine alte Freundin noch aus meinen Zeiten als Au-pair. Sie hat in den letzten Jahren viel durchgemacht und ist dennoch liebenswert, freundlich, fröhlich. Sie sehe ich tatsächlich viel zu selten. Norwegen mit Kind ist leider nicht so einfach.

    Kaoskäthe lese ich einfach immer wieder gerne. Sie hat so einen wunderbar erfrischende Stil. Und irgendwie erinnert mich das was sie da schreibt an unser Leben.

    Frau Giftzwerg ist so wunderbar ehrlich. Mehr als einmal musste ich das eine oder andere Tränchen beim Lesen wegdrücken, weil es einfach… richtig war.

    Fräulein Pappnase finde ich einfach total lieb. Und ehrlich. Aber anders. So … offen. Ihr Blog war der erste den ich von hinten bis vorne durchgelesen hab. Uh… und bisher auch der einzige, bis auf den von Jinlys.

    *zählt* Hm. Das waren jetzt zwar nur 5 Leute, aber ich schau jeden Tag bei euch rein. Teilhaben zu können an so vielen verschiedenen Leben – das ist schön und bereichert mich. Vielen Dank an euch alle dafür.

      Ungefragt

      23. Januar 2010

      Das Mäuseherz ist am verzweifeln weil die Nase ständig läuft.

      Mäuseherz: (weinerlich) Die Nase lääuft!
      Mama: Oh du Arme, die böse Nase, läuft die die ganze Zeit…
      Mäuseherz: Ohne zu fragen!

      21. Januar 2010

      Kann mir mal einer sagen warum ich aktuell sooo nah am Wasser gebaut hab?
      Grrrrr.

      Höhenangst

      20. Januar 2010

      Ich bin immer wieder erstaunt über das Ausmass meiner Höhenangst. Schon ein paar Meter Höhe oder der Blick in ein Tal können Panik, Hysterie und Übelkeit auslösen. Manchmal frage ich mich auch woher das kommt – ob ich wohl mal ein traumatisches Erlebnis hatte?

      Gleichzeitig wundere ich mich (nicht) darüber, mit was für einer Leichtigkeit (für mich) ich eine Kletterwand hochgehe, nur mit einem dünnen Seil gesichert, Halt für Hände und Füsse an Griffen die ein paar Zentimeter gross sind.

      Schön, nach so vielen Jahren einen Sport zu finden der mir wirklich Spass macht.