Archive for August 2010

Wenn…

23. August 2010

… das Kind mit zwischenohrlichem Riesenstrahlen im Pool des Vertrauens im elterlich abgesegneten Schwimmring liegt, freudestrahlend vom einen zum anderen paddelt, Hilfestellungen dankend aber bestimmt ablehnt und auch nach Stunden nicht mehr aus dem Wasser möchte –

dann weiss man, dass sich eine Wasserratte in den familiären Genpool eingeschlichen hat.

Verständnisproblem

17. August 2010

Vor ein paar Tagen habe ich es bei Mairlynd gelesen, und gestern bei Frau Löwenkind: „Vom Paar mit Kind zur Familie“…. und es befremdet mich ein wenig. Ist man als Paar mit Kind keine Familie? Wo liegt der Unterschied? So wie das geschrieben ist, klingt es wie ein Schritt den man vollzieht, der eine Haus- und Lebensgemeinschaft von etwas unvollständigem oder nicht so ganz gutem/richtigem in etwas Vollständiges, Gutes verwandelt. Wo soll der Unterschied sein? Sollten Eltern nicht immer auch ein Paar mit Kind sein, also neben ihrer Eigenschaft als Eltern auch noch ihre Eigenschaft als Partner behalten? Gibt man als Teil eines (Liebes-)Paar beim Eintritt in die Elternschaft die Eigenschaft als Partner ab, und wird dadurch nur noch Vater oder Mutter? Oder wie kann man so eine Aussage verstehen?

Es lässt sich darüber diskutieren ob einem Paar ohne Kind etwas fehlt oder nicht, aber dennoch bleibt ein Paar mit Kind doch zuallerst einmal das: ein Paar mit Kind. Zumindest sollten sie es bleiben, denn wenn ein Paar einmal nicht mehr ein Paar ist, sondern nur noch Vater und Mutter – was wird dann aus der Familie, aus dem Kind? Sollte man nicht als Elternteil auch die Verpflichtung gegenüber sich und den anderen Familienmitgliedern haben, dafür zu sorgen dass die der Familie zugrunde liegende Partnerschaft & Liebe weiterhin besteht, und neben all dem ganzen Alltag am Leben bleibt? Wie viele Familien gehen jährlich auseinander, weil das Paar mit Kind eben kein Paar mehr ist?

Ich bin Mutter einer dreijährigen Tochter, die ich sehr liebe. Ein Leben ohne sie kann und will ich mir nicht mehr vorstellen. Dennoch weiss ich die gelegentlichen Auszeiten von der Elternschaft (die wir uns dank liebevoller Grosseltern für das Mäuseherz auch nehmen können) mehr als zu schätzen, weil sie uns Gelegenheit geben, unsere Partnerschaft zu pflegen. Weil wir uns Zeit nehmen können, uns auf unsere Liebe und Freundschaft zu besinnen, die im Alltagstrott und -stress mitunter zu kurz kommen, und die doch erst die Grundlage für unsere Familie bilden. Weil ich in diesen Zeiten mir auch bewusst machen kann wie schön es ist ein Paar mit Kind, mit unserem Kind, zu sein und wie sehr die Prinzessin unser Leben bereichert.

Für mich klingt diese Formulierung „..vom Paar mit Kind  zur Familie…“ abwertend. Ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch Partnerin und Ehefrau meines Mannes. Deshalb sind wir ein Paar mit Kind. Natürlich sind wir auch eine Familie. Aber wir bleiben ein Paar.

(Ich unterstelle keinesfalls den oben genannten dass sie es so gemeint haben wie ich es hier ausführe. Die Formulierung ist mir einfach aufgestossen 😉 )

Berührt

13. August 2010

Wiederentdeckt.

Und immer noch Musik, die mich berührt, ganz tief drin.

Sarah McLachlan, Fumbling Towards Ecstasy, die ganze Scheibe.

*geht heulen*

*hach*

12. August 2010

Wisst ihr, was ich so unglaublich süss finde?

Nachts, wenn ich vor dem Zubettgehen noch mal in des Mäuseherzens Zimmer gehe, um ihr einmal über Köpfchen zu streichen und einen Kuss auf die Stirn zu hauchen, und sie dann wohl dadurch ein klitzekleines Stück aus dem Schlaf heraufdriftet.

Wenn sie dann dieses typische Kleinkind-Schmatzen macht, dieses zufriedene Geräusch – da könnte ich einfach nur so dahinschmelzen

Einfach so!

10. August 2010

Wir haben zwei Toiletten in der Wohnung. Eine im Bad, und eine in der..naja, Toilette ;-). Die Einzeltoilette wurde mit Toilettentreppchen und feuchtem Kinderpopopapier für das Mäuseherz eingerichtet. Beides, um die Prinzessin öfter auf die Toilette zu locken, und das feuchte Toilettenpapier findet sie wirklich toll (Melonengeruch…). Deshalb will sie eigentlich immer das feuchte Papier benutzen. Eigentlich. Ausser heute abend.

Mama:  Süsse, musst du Pischi machen?

Mäuseherz: Nein, ich muss nich.

Mama: Warum sitzt du dann so verdrückt da?

Mäuseherz: Ich muss nich, is nur ein einziger (der Daumen geht aussagekräftig in die Höhe) Tropfen ins Hösli…

Mama: Na, das soll doch lieber ins Klo, ab mit dir!

Erstaunlicherweise steht sie sofort auf, geht aber in Richtung Bad, wo der Papa gerade ist. Ich fordere die Prinzessin daher auf, auf IHR Klo zu gehen…

Mäuseherz: Nain! Ich will aufs Grosse.

Mama: Aber auf dem grossen Klo hast du nicht dein feuchtes Toilettenpapier, das gibts nur auf dem kleinen Klo.

Mäuseherz: Dann nehm ich grad das normale. Kunstpause. Einfach so!

Sprachs, stemmte sich eine Hand in die Taille, warf mir einen „Jetzt hab ichs dir aber gezeigt-Blick“ zu der sich gewaschen hatte, drehte sich schwungvoll um und stolzierte Richtung Bad.

Auf meinen letzten Einwurf „Der Papa ist aber grad auf dem grossen Klo“ rief sie mir nur ein „Dann wart ich solang“ zu. Oder vielleicht dem Papa, denn gleich darauf schallte noch ein „Ich warte!“ aus ihrer Richtung.

😀