von Katastrophen und anderen Kleinigkeiten

Wenn…

… es Freitag morgen einen Grossbrand bei einer Schreinerei in der Nähe des örtlichen Bahnhofs gibt, bei dem durch überfrierendes Löschwasser mehrere Feuerwehrmänner verletzt werden und der Bahnverkehr erst einmal für 3 1/2 Stunden still steht, so ist das kein besonders guter Start ins Wochenende.

… man es dann Samstag Nacht dreimal sehr laut dumpf Knallen hört, und anschliessend ein ebenso lautes Klirren zu hören ist, dann ist das kein simpler Einbruch in das nah gelegene Restaurant, sondern eine Schiesserei ebendort, bei dem 3 Menschen verletzt werden. Mit einer Schrotflinte. Immerhin kann ich jetzt behaupten ich wüsste wie sich das abfeuern einer Schrotflinte in einem Gebäude anhört. Und Türscheiben gehen mit enormem Getöse zu Bruch.

… man entnervt in derselben Nacht von einem eklig penetranten Geräusch aufwacht, so ist das dann irgendein Dienst, der in aller Eile eine dicke Spanplatte vor selbiger zerstörter Tür anbringt. Ich weiss nicht was genau die Herren veranstaltet haben, jedenfalls klang es wie ausdauerndes, mit sadistischer Freude verabreichtes Zähnebohren. Bäh.

…. ich dann am Sonntagmorgen dennoch erstaunlicherweise ausgeschlafen aufwache, wundere ich mich dass es bereits 10 Uhr ist. Da vom Mäuseherz kein Mucks zu hören ist, denke ich sie schläft noch, und gönne mir noch ein paar Minuten um endgültig aufzuwachen. Herr Mäuseherz schläft noch, also verlasse ich leise das Schlafzimmer, und höre schon die Lüftung der Toilette. Die Prinzessin ist also schon wach, wie mir gleich darauf der Adrenalinschub beim Anblick der sperrangelweit offen stehenden Wohnungstür bestätigt. Ein Windhund wäre neben mir verblasst bei der Geschwindigkeit mit der ich die Treppe runtergesprintet und ins Treppenhaus reingestürzt bin, ungeachtet meiner doch eher spärlichen Nachtbekleidung. Auf der zweiten Treppe kam mir dann auch schon das Mäuseherz entgegen – im Schlafanzug, mit Nuggi, Hase und – Winterstiefeln (das war der Punkt wo sich die beginnende Panik in ein ziemliches Grinsen  wandeln durfte). Die Prinzessin wollte schauen ob der Tag schon begonnen habe, und wo denn Oma und Opa seien. Der Temperatur ihrer Hände nach zu urteilen war sie im Treppenhaus wohl eine ganze Weile unterwegs….. wobei sie währenddessen sogar ihr Fahrrad vorgeholt, und an die Haustür geschoben hatte. Ob sie wohl vorhatte mit dem Fahrrädchen zu Oma & Opa zu fahren?

…. und wenn man dann Montag morgen gleich als erstes von der Frauenärztin einen Anruf bekommt, die Blutwerte des Ersttrimesterscreenings wären alles andere als schön, sie müsse dringend mit mir reden, dann…

… sei es mir verziehen wenn ich Wochenende und Wochenstart als schlichtweg ver.schis.sen bezeichne.

 

 

Edit: und zu allem Überfluss, und als wäre mein Tag nicht eh schon genug ruiniert, darf ich jetzt noch mit zerrissener Hose im Büro sitzen und nachher zur Ärztin fahren.

An manchen Tagen sollte man einfach nicht aufstehen.

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2 Antworten to “von Katastrophen und anderen Kleinigkeiten”

  1. Daniela Says:

    Ich hoffe es ist alles soweit in Ordnung und der sich dem Ende neigende Tag hatte doch noch was Erfreuliches.

  2. Valrike Says:

    Das hoffe ich auch…

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