Archive for Januar 2011

Anlaufschwierigkeiten

22. Januar 2011

Also, ich will ja jetzt von den letzten Wochen nicht auf das Jahr 2011 schliessen, aber der Januar bisher schlägt den Januar 2010 meilenweit auf der Be.schi.ssenheitsskala. Aber mal locker.
Kurz vor Weihnachten war hier erstmal kollektives beruhigtes aufatmen zu hören (und das Gerumpel, das war der Felsbrocken der mir vorm Herzen gerollt ist) – das Ergebnis der Chorionzottenbiopsie war fantastisch unauffällig. So weit so gut. Dem Fröschlein geht es gut, und unser Mäuseherz freut sich schon seit Wochen über eine kleine Schwester….♥

Aber irgendwie ist seitdem echt der Wurm drin. Zuerst fiel der lang geplante Besuch bei Mairlynd und ihrer Familie wegen Schneechaos ins Wasser. Das hat mich schon sehr geärgert. Und anstatt das Winterbaby gebührend begrüssen zu können, muss ich mir ein anderes Wochenende in 2011 aussuchen um nach Bonn zu fliegen.

Unser schön langer Urlaub in den Bergen mit Freunden, der eigentlich vor allem eins, nämlich erholsam werden sollte, war für mich einfach nur schrecklich. Ich hatte nur Schmerzen – überall. Die Leiste tat weh, das Kreuz hat gebrannt, die Ischiasnerven haben mit mir gemacht was sie wollten. Das einzige was half war liegen, und ein eilig besorgter orthopädischer Gurt. Was hab ich mich gefreut. Anstatt mit unserer Prinzessin den wundervollen Schnee zu geniessen bevor mein Bauch mir zu sehr im Weg ist, konnte ich jeden nachmittag alleine zu Hause verbringen. Irgendwie nicht ganz das was ich mir vorgestellt  hatte.

Anfang Januar dann endlich zuhause, hat mich unsere eigene Matratze (halleluja!) und der Babybelt von den schlimmsten Schmerzen erlöst. Im Ernst – ich hätte nie gedacht dass die falsche Matratze einem so zusetzen kann! Zwischendurch waren wir auch wieder mal beim Ultraschall, und unserer Kleinsten geht es gut. Eine Schlafmütze vor dem Herrn, also ganz die Mama ;-).

Leider hat die grüne Welle nicht besonders lange gehalten – gleich an meinem dritten Arbeitstag wurde mir nach spontanen Blutungen eine Plazenta praevia totalis diagnostiziert. Nicht so schön – ich darf mich jetzt unter anderem schon mal darauf einstellen im letzten Trimester hauptsächlich liegen zu müssen, und kann mich jetzt schon auf den nächsten Kaiserschnitt vorbereiten. Und das, das geht mir mal so richtig an die Nerven. Schon beim Gedanken daran werd ich nervös – auch wenn ich das letzte Mal inzwischen doch mehrheitlich erfolgreich verarbeitet habe, hab ich beim Gedanken an noch einen Kaiserschnitt schlichtweg nur eins – Sch.iss. Sind doch mal prächtige Vorausseztungen für eine schöne Restschwangerschaft, nech?

Und meine Pläne im Februar noch nach Bonn zu fliegen, kann ich mir voraussichtlich aus diesem Grund auch von der Backe kratzen….

Und irgendwie dachte sich dann wohl noch jemand der da seine Finger mit im Spiel haben könnte, da der Januar eh schon versaut ist, da kann man auch noch eine Extraportion drauf geben: wenn schon Mama Mäuseherz liegen soll, warum denn nicht auch gleich noch Oma Mäuseherz, mit diversen schweren akuten Geschichten im Krankenhaus? Wenigstens haben alle schnell reagiert, so dass sie nach 5 Tagen wieder entlassen werden durfte. Aber ein knapper Schippensprung wars trotzdem……