Archive for the ‘Mimimi’ Category

5 Wochen

15. Februar 2011

… fast genau waren es, in denen ich Ruhe hatte. Zumindest mehrheitlich, da Ischias und Symphyse echt Schindluder mit mir getrieben haben. Aber die Plazenta praevia blieb ruhig, und alle waren mit der Lösung die ich mit meinem Chef getroffen hatte, einverstanden und zufrieden: 2 Tage die Woche arbeite ich von zuhause, und zwei Tage im Büro. Lief ganz gut, immer mindestens einen Tag Ruhe und Schonzeit zwischen unterwegs sein tat mir gut.

Insgesamt war ich 6 Mal zur Untersuchung bei verschiedenen Ärzten, und alle malten ein mehr oder weniger graues Bild: Die Plazenta bewegte sich von ihrem Platz nicht weg, sondern machte es sich über dem Muttermund gemütlich: zwei Wochen vor meinem geplanten nächsten Frauenarztbesuch wurde die Möglichkeit einer Plazenta accreta festgestellt – also dass die Plazenta am Muttermund festgewachsen wäre. Ganz sicher war man sich nicht, aber es sah nicht gut aus: trichterförmige Plazenta in den Muttermund hinein und verkürzter Gebärmutterhals. Ich müsse mit der Möglichkeit rechnen, eventuell ab der 26. Woche im Spital einzuziehen.

….

Allderweil ging (und geht) es unserem Fröschlein prächtig. Es turnt fleissig herum, räumt immer wieder die Wohnung um, und verteilt kleine Tritte. Alles ist da wo es hingehört, und von allem gibt es genauso viel wie benötigt: also alles im grünen Bereich.

Nicht hingegen bei mir: letzten Freitag zeigte sich meine Frauenärztin alles andere als zufrieden mit der Plazentasituation. Ein weiterhin verkürzter Gebärmutterhals bei gleichbleibender Plazenta praevia, accreta nach wie vor nicht ausgeschlossen. Und so wurde aus dem „möglicherweise eventuell“ ein „ziemlich sicher, bitte organisieren Sie alles notwendige in den nächsten 3 Wochen“ Spitalaufenthalt ab der 26ten Woche.

Uff.

Gut, ich war vorgewarnt, insofern traf es mich nicht aus heiterem Himmel, und die Planung startete.

Leider nicht früh genug – Sonntag auf Samstag Nacht wachte ich mit starken Blutungen auf, und wurde standebene ins Spital verfrachtet. Und da lieg ich nun, und keiner kann mir sagen wie lange ich bleiben muss, geschweige denn wie es weiter geht.

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Anlaufschwierigkeiten

22. Januar 2011

Also, ich will ja jetzt von den letzten Wochen nicht auf das Jahr 2011 schliessen, aber der Januar bisher schlägt den Januar 2010 meilenweit auf der Be.schi.ssenheitsskala. Aber mal locker.
Kurz vor Weihnachten war hier erstmal kollektives beruhigtes aufatmen zu hören (und das Gerumpel, das war der Felsbrocken der mir vorm Herzen gerollt ist) – das Ergebnis der Chorionzottenbiopsie war fantastisch unauffällig. So weit so gut. Dem Fröschlein geht es gut, und unser Mäuseherz freut sich schon seit Wochen über eine kleine Schwester….♥

Aber irgendwie ist seitdem echt der Wurm drin. Zuerst fiel der lang geplante Besuch bei Mairlynd und ihrer Familie wegen Schneechaos ins Wasser. Das hat mich schon sehr geärgert. Und anstatt das Winterbaby gebührend begrüssen zu können, muss ich mir ein anderes Wochenende in 2011 aussuchen um nach Bonn zu fliegen.

Unser schön langer Urlaub in den Bergen mit Freunden, der eigentlich vor allem eins, nämlich erholsam werden sollte, war für mich einfach nur schrecklich. Ich hatte nur Schmerzen – überall. Die Leiste tat weh, das Kreuz hat gebrannt, die Ischiasnerven haben mit mir gemacht was sie wollten. Das einzige was half war liegen, und ein eilig besorgter orthopädischer Gurt. Was hab ich mich gefreut. Anstatt mit unserer Prinzessin den wundervollen Schnee zu geniessen bevor mein Bauch mir zu sehr im Weg ist, konnte ich jeden nachmittag alleine zu Hause verbringen. Irgendwie nicht ganz das was ich mir vorgestellt  hatte.

Anfang Januar dann endlich zuhause, hat mich unsere eigene Matratze (halleluja!) und der Babybelt von den schlimmsten Schmerzen erlöst. Im Ernst – ich hätte nie gedacht dass die falsche Matratze einem so zusetzen kann! Zwischendurch waren wir auch wieder mal beim Ultraschall, und unserer Kleinsten geht es gut. Eine Schlafmütze vor dem Herrn, also ganz die Mama ;-).

Leider hat die grüne Welle nicht besonders lange gehalten – gleich an meinem dritten Arbeitstag wurde mir nach spontanen Blutungen eine Plazenta praevia totalis diagnostiziert. Nicht so schön – ich darf mich jetzt unter anderem schon mal darauf einstellen im letzten Trimester hauptsächlich liegen zu müssen, und kann mich jetzt schon auf den nächsten Kaiserschnitt vorbereiten. Und das, das geht mir mal so richtig an die Nerven. Schon beim Gedanken daran werd ich nervös – auch wenn ich das letzte Mal inzwischen doch mehrheitlich erfolgreich verarbeitet habe, hab ich beim Gedanken an noch einen Kaiserschnitt schlichtweg nur eins – Sch.iss. Sind doch mal prächtige Vorausseztungen für eine schöne Restschwangerschaft, nech?

Und meine Pläne im Februar noch nach Bonn zu fliegen, kann ich mir voraussichtlich aus diesem Grund auch von der Backe kratzen….

Und irgendwie dachte sich dann wohl noch jemand der da seine Finger mit im Spiel haben könnte, da der Januar eh schon versaut ist, da kann man auch noch eine Extraportion drauf geben: wenn schon Mama Mäuseherz liegen soll, warum denn nicht auch gleich noch Oma Mäuseherz, mit diversen schweren akuten Geschichten im Krankenhaus? Wenigstens haben alle schnell reagiert, so dass sie nach 5 Tagen wieder entlassen werden durfte. Aber ein knapper Schippensprung wars trotzdem……

von Katastrophen und anderen Kleinigkeiten

6. Dezember 2010

Wenn…

… es Freitag morgen einen Grossbrand bei einer Schreinerei in der Nähe des örtlichen Bahnhofs gibt, bei dem durch überfrierendes Löschwasser mehrere Feuerwehrmänner verletzt werden und der Bahnverkehr erst einmal für 3 1/2 Stunden still steht, so ist das kein besonders guter Start ins Wochenende.

… man es dann Samstag Nacht dreimal sehr laut dumpf Knallen hört, und anschliessend ein ebenso lautes Klirren zu hören ist, dann ist das kein simpler Einbruch in das nah gelegene Restaurant, sondern eine Schiesserei ebendort, bei dem 3 Menschen verletzt werden. Mit einer Schrotflinte. Immerhin kann ich jetzt behaupten ich wüsste wie sich das abfeuern einer Schrotflinte in einem Gebäude anhört. Und Türscheiben gehen mit enormem Getöse zu Bruch.

… man entnervt in derselben Nacht von einem eklig penetranten Geräusch aufwacht, so ist das dann irgendein Dienst, der in aller Eile eine dicke Spanplatte vor selbiger zerstörter Tür anbringt. Ich weiss nicht was genau die Herren veranstaltet haben, jedenfalls klang es wie ausdauerndes, mit sadistischer Freude verabreichtes Zähnebohren. Bäh.

…. ich dann am Sonntagmorgen dennoch erstaunlicherweise ausgeschlafen aufwache, wundere ich mich dass es bereits 10 Uhr ist. Da vom Mäuseherz kein Mucks zu hören ist, denke ich sie schläft noch, und gönne mir noch ein paar Minuten um endgültig aufzuwachen. Herr Mäuseherz schläft noch, also verlasse ich leise das Schlafzimmer, und höre schon die Lüftung der Toilette. Die Prinzessin ist also schon wach, wie mir gleich darauf der Adrenalinschub beim Anblick der sperrangelweit offen stehenden Wohnungstür bestätigt. Ein Windhund wäre neben mir verblasst bei der Geschwindigkeit mit der ich die Treppe runtergesprintet und ins Treppenhaus reingestürzt bin, ungeachtet meiner doch eher spärlichen Nachtbekleidung. Auf der zweiten Treppe kam mir dann auch schon das Mäuseherz entgegen – im Schlafanzug, mit Nuggi, Hase und – Winterstiefeln (das war der Punkt wo sich die beginnende Panik in ein ziemliches Grinsen  wandeln durfte). Die Prinzessin wollte schauen ob der Tag schon begonnen habe, und wo denn Oma und Opa seien. Der Temperatur ihrer Hände nach zu urteilen war sie im Treppenhaus wohl eine ganze Weile unterwegs….. wobei sie währenddessen sogar ihr Fahrrad vorgeholt, und an die Haustür geschoben hatte. Ob sie wohl vorhatte mit dem Fahrrädchen zu Oma & Opa zu fahren?

…. und wenn man dann Montag morgen gleich als erstes von der Frauenärztin einen Anruf bekommt, die Blutwerte des Ersttrimesterscreenings wären alles andere als schön, sie müsse dringend mit mir reden, dann…

… sei es mir verziehen wenn ich Wochenende und Wochenstart als schlichtweg ver.schis.sen bezeichne.

 

 

Edit: und zu allem Überfluss, und als wäre mein Tag nicht eh schon genug ruiniert, darf ich jetzt noch mit zerrissener Hose im Büro sitzen und nachher zur Ärztin fahren.

An manchen Tagen sollte man einfach nicht aufstehen.

ächz

28. Oktober 2010

Hier immer noch Krankenstand  -stop-

Magen-Darm-Geschichte noch nicht überstanden -stop-

Hausärztin „not amused“ -stop-

 

Gaaaaah. Das muss doch mal ein Ende nehmen….

Wenn man vom Teufel spricht

21. Oktober 2010

Da hab ich Montag noch grossartig geschrieben dass es mir gut geht und ich in alter Frische da bin, da holt mich doch in der selben Nacht erst mal die Wahrheit ein: fiese Darmkrämpfe mit dazugehörigem Durchfall und starken Schmerzen (sind so Wehen? Noch schlimmer? Waaaah!)

Jetzt hab ich ja schon seit letzter Woche in Marokko ein wenig mit meinem Verdauungssystem zu kämpfen (kann ja auch passieren, all die ganzen Gewürze…), aber alles ganz harmlos im Vergleich zu Montag Nacht – deshalb am Dienstag morgen (08:30) ganz brav beim Arzt angerufen, Symptome geschildert, Dauer usw. Ist ja alles kein Problem. Ich hab auch gefragt ob ich kommen soll oder ob man mir am Telefon sagen kann was ich machen soll, und mir wurde von der Arzthelferin versichert man würde mich zurück rufen sobald man es mit der Frau Doktor abgeklärt hätte. Gut. Ich warte also. Zuerst bis 9 Uhr, dann bis 10 Uhr, bis 11 Uhr – und um 11:12 ruft mich die Kuh (aka Arzthelferin) das erste Mal zurück. Sie wäre sich über eine Einzelheit nicht mehr sicher, das müsse sie erst nochmals wissen. Ich Auskunft gegeben, 5 Minuten später erneut ein Telefon der Kuh.

Sie gibt mir den Namen eines (dachte ich) Medikamentes durch, das ich mir in der Apotheke holen solle, das hätte schon oft geholfen bei meinen Symptomen.

Bis hierher habe ich mir überhaupt nichts gedacht. Ich also brav in die Apotheke, und das Medikament (sic!) Linusit nachgefragt. Und ab hier bekam ich den Verdacht dass Frau Arzthelferin nicht ganz sorgfältig gearbeitet hatte, denn:

Apotheksgehilfin (?): „Welches Produkt von Linusit benötigen Sie denn?“

Dummes Gesicht meinerseits. Welches Produkt? WTF? Na – Linusit, wie von der Arzthelferin genannt.

Apotheksgehilfin: „Naja, ich habe hier Leinsamen und Darm-Aktiv im Katalog. Allerdings beides nicht auf Lager. Morgen könnte es da sein.“

Wieder dummes Gesicht meinerseits. Leinsamen? Warum sagt mir die Kuh das nicht gleich? Anrufen kann ich jetzt auch nicht mehr, um 11:30 schalten die das Telefon ab. Toll.

Ich: „Nein, ich brauche es heute.“ Und beschreibe kurz wofür ich das Linusit brauche. Der Apotheker runzelt die Stirn, nein, er könne es frühestens morgen haben, ich solle es doch in der Drogerie versuchen. Ich dackle also in die Drogerie, schon etwas verwirrt.

Drogistin: „Nein, wir haben beides nicht am Lager, ich kann es Ihnen höchstens bestellen. Aber wäre es nicht besser etwas zur Beruhigung gegen die Krämpfe zu nehmen? Leinsamen sind doch gegen Verstopfung….“

Ich  schon leicht angenervt, inzwischen der Überzeugung dass Frau Kuh nicht die Leinsamen meinte sondern das Darm-Aktiv, mich darüber ärgernd dass sie das nicht auch explizit sagt, dackle also in die nächste Apotheke.

Apothekerin: „Nein, das haben wir nicht vorrätig, ich könnte es Ihnen aber auf heute nachmittag bestellen (Immerhin!). Wofür brauchen Sie es denn?“

Brav schildere ich wieder die ganze Geschichte, worauf Sie mich mit milde entsetztem Gesicht ansieht.

Apothekerin: Das halte ich für keine gute Idee. Leinsamen helfen bei Verstopfung, und würden in Ihrem Fall den Durchfall nur schlimmer machen. So wie sie das schildern handelt es sich eher um Reise-Diarrhoe… ich empfehle daher etwas zum Aufbau der Flora.“

Gesagt, getan, Medikament (Perenterol, der Vollständigkeit halber) eingesackt, nach Anleitung eingenommen und Problem behoben. Auch wenn mir immer noch leicht unwohl ist.

Das heisst die Kuh hat mich nicht nur fast drei Stunden warten lassen, dann einen Teil meiner Angaben vergessen und mir unvollständige Informationen zum Medikament gegeben (hier mal aussen vor gelassen dass sie gleich damit herausrücken können dass es sich um Leinsamen handelt *grrr“), sondern auch grundsätzlich wichtige Informationen zum Krankheitsbild bei der Rücksprache mit der Ärztin vergessen. Ich bin sowas von sauer.

Aber echt mal.

Diese Hitze…

15. Juli 2010

… macht mich fertig. Seit 2 Wochen habe ich nachts keine 2 Stunden am Stück mehr geschlafen weil es nachts so drückend heiss ist dass ich regelmässig im Bett schwimme. Wo ich gehe und stehe könnte ich einschlafen, nur nachmittags so gegen 16, 17 Uhr habe ich mal eine richtige Wachphase in der ich mich auch richtig auf so nebensächliches Zeug wie z.B. die Arbeit konzentrieren kann.

So müssen sich Zombies fühlen – nur dass die vielleicht nicht beständig Lust auf Eis, Wassermelone, Gazpacho oder kalte Gurkensuppe haben 😉

Achtung, Jammercontent

10. März 2010

Heute war ich beim Arzt, weil ich schon wieder krank bin.  Zum gefühlten drölfzigsten Mal innerhalb dieses Jahres. Und schon wieder mit Ohrenschmerzen, dickem Kopf, Nebenhöhlenentzündung. Vor zwei Wochen habe ich erst Antibiotika bekommen weil ich vier Wochen zuvor eine Erkältung verschleppt hatte. Und jetzt schon wieder alles von neuem.

Ich bin ja seit ich ein England einmal einen Nebenhöhlenentzündung nicht voll auskuriert habe grundsätzlich sehr anfällig dafür. Bei der kleinsten Erkältung steigt mir das schon in den Kopf ;-), und ich muss darum kämpfen dass es nicht auf Ohren und Nebenhöhlen übergeht. Aber die Frequenz dieses Jahr ist echt nicht mehr lustig. Meine Hausärztin wundert sich schon gar nicht mehr, die weiss schon meistens warum ich da bin. Sie meint, aktuell ist wohl auch durch den Stress und den Ärger im Job mein Immunsystem ziemlich unten, weshalb ich mir jeden noch so kleinen Infekt einfange. Angeblich müsste sich das ab April dann langsam bessern. Das macht alles Sinn, hilft mir nur jetzt nicht weiter…. Antibiotika kann Sie mir jetzt auch keine geben, weil ich erst vor 2 Wochen ziemlich Hämmer bekommen habe wegen der verschleppten Erkältung. Das ist so mühsam! Alles tut weh, ich bin super lärmempfindlich, kann den Kopf kaum bewegen, der Kiefer schmerzt im Wettlauf mit den Wangen und husten und vor allem Niesen verursachen einen Kopfwehtsunami.

Ich will das das aufhört! Jetzt!

Zur Stärkung meines Immunsystems hat sie mir jetzt Echinacea mitgegeben. Damit habe ich letztes Jahr schon einmal recht gute Erfahrungen gemacht, aber in den letzten zwei Monaten hat es mal gar nichts gebracht. (Oder es hat verhindert dass ich jede Woche flach liege, ich weiss es nicht -.- ). Jedenfalls werde ich das Zeug jetzt brav wieder nehmen und mal zu einer Homöopathin gehen. Vielleicht hat die ja eine Idee wie wir mein Sorgenkind wieder aufgepäppelt bekommen.

*seufzt* Ich geh jetzt mal heulen vor Schmerzen.

Grrrr….

10. Februar 2010

Was mich aktuell ja grade mal so richtig ansch…. ärgert, ist die nicht funktionierende Trackback/Pingback-Funktion dieses blöden Blogs. Da kann ich Trackback-Links benutzen so viel ich will – es funktioniert schlicht nicht.

Ach, und wenn ich schon am motzen bin – entweder lässt sich der ganze Blog mit Passwort sichern, oder gar nicht. Wie bescheuert ist das mal, hä?

Diskussion

26. Januar 2010

Der Ärger über Chef und Job vereinnahmt mich total. Selbst zuhause, beim Einschlafen, nach dem Aufstehen, beim Kaffeetrinken – ich ärgere mich.
Ich bin mir nur nicht sicher worüber ich mich nun genau ärgere – über das absolut unterirdische persönliche und professionelle Verhalten meines Chefs, seinen Kontrollwahn, sein Unvermögen Kompetenzen zu übergeben, seine Unhöflichkeit – oder doch über mich selbst, meine Inkonsequenz das ganze einfach hinzuwerfen?
Erst neulich habe ich mich dabei ertappt, wie ich mir vorstellte wie es wäre Vollzeit-Mama zu sein.

Ich.

Ein eindeutiges Zeichen dass ich nicht ganz zufrieden mit der aktuellen Situation bin. Ich mache mir zunehmend Vorwürfe, dass ich meine Zeit in dieser Bude vergeude, die ich tatsächlich viel besser mit meiner Tochter verbringen könnte.
Aber anstatt für sie ein hübsches Karnevalskostüm zu nähen, sitze ich in diesem Loch an einem wackligen Schreibtisch und mache Arbeiten von denen ich weiss, dass ich sie in kurzer Zeit sowieso vollkommen überarbeiten muss weil wieder einmal alles geändert hat.
Anstatt mit ihr zu spielen, zu kochen, zu malen und ihr vorzulesen lasse ich mir erzählen dass ich nicht genug Einsatz bringe weil ich ja nur meine 80% arbeite (für die ich übrigens auch kein besonders grossartiges Gehalt bekomme).

Und warum mache ich das ganze?
Weil ich weiss dass ich zuhause über kurz oder lang unglücklich werde. Weil ich gerne arbeite und den (zugegebener Massen aktuell sehr geringen) intellektuellen Anspruch brauche. Weil es schwer ist einen neuen Job zu finden, und ich mich nicht selbst durch eine Kündigung in die Arbeitslosigkeit manövrieren will. Und weil ich nicht vor so einem Vollpfosten kapitulieren will. Und das wäre es. Eine Kündigung käme einer Kapitulation gleich.

Und ganz egal wie sehr ich meine Tochter liebe, sie mein Leben
bereichert und es vollständig macht – nur Muttersein erfüllt mich nicht. Ich würde unglücklich werden, zur Glucke mutieren und Fred, dem Mäuseherz und vor allem mir selbst tierisch auf die Nerven gehen.

Deshalb bin ich immer noch hier. Aber ist es die richtige Entscheidung?

21. Januar 2010

Kann mir mal einer sagen warum ich aktuell sooo nah am Wasser gebaut hab?
Grrrrr.